„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ So hören und vollziehen wir es zu Beginn eines jeden Gottesdienstes. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Dieser Satz aus dem heutigen Evangelium löst sicherlich nicht nur bei mir einen Ohrwurm aus Kindertagen aus. Zu oft schon haben wir ihn gehört. Zu oft schon hat uns dieser Satz getröstet, wenn die Kirche mal wieder leer geblieben ist, wenn nur wenige Menschen zu unseren Angeboten gekommen sind. „Nicht so schlimm, wo zwei oder drei…“ weiterlesen

Diese Predigt wurde gehalten am 21. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C am 21. August 2016
Morgen früh gegen 1:00 Uhr unserer Zeit beginnt die Abschlussfeier der 31. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit in Rio de Janeiro. Es waren Spiele, die ich mit gemischten Gefühlen wahrgenommen habe. Zu den Verlieren der Spiele gehören nicht nur eine große Zahl von Sportlern. Der für das Lateinamerika Hilfswerk Adveniat  zuständige Bischof Overbeck hat in der vergangenen Woche sein Bedauern ausgedrückt: „Ganz konkret zum Beispiel diejenigen, die wegen der neuen teuren Sportstätten ihre angestammten Häuser und Wohngegenden verlassen mussten.“

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Das Evangelium des heutigen Sonntags bringt uns das Bild des guten Hirten vor Augen. „Meine Schafe hören auf meine Stimme,“ sagt Jesus zu Beginn des Evangeliums. Wenn wir die Kirche mit dem Bild der Schafherde vergleichen ist der Weg nicht weit zur Frage, wo denn in der Herde die „schwarzen Schafe“ sind.

Das schwarze Schaf bezeichnet ein Gruppenmitglied, das irgendwie stört, das sich was zu schulden kommen lassen hat, das anders ist. Die Redewendung geht auf die Wertmaßstäbe der Schafzucht zurück, wonach die Wolle weißer Schafe als wertvoller anzusehen ist, da sie sich einfacher färben lässt. Die Wolle eines einzigen schwarzen Schafes dagegen senkte die Wollqualität der ganzen Herde, weshalb solche Tiere schon in der Zucht, wenn möglich, aussortiert wurden.  weiterlesen

Dieses Predigt habe ich im Vorfeld der Diakonenweihe eines Mitbruders am 15.November 2015 in St. Michael, Dormagen gehalten.

Als ich 2013 zum Diakon geweiht wurde, fragte Prof. Riße, der Leiter des Kölner Diakoneninstituts, meinen Sohn Samuel, ob das denn gut sei, dass der Papa jetzt Diakon ist. Ja. Und warum? Weil er jetzt den Schlüssel zur Kirche hat. Samuel meinte das ganz pragmatisch. Mit dem Kirchenschlüssel können wir mal eben so auf den Kirchturm klettern. Wir können den kurzen Weg von den Parkplätzen zur Musikschule nehmen.

Der Diakon hat den Schlüssel zur Kirche, liebe Schwestern und Brüder – darüber möchte ich mit Ihnen und Euch und vor allem mit Dir, lieber Ronald, heute morgen nachdenken. weiterlesen