Sicherlich mehr als einmal im klösterlichen Leben stellen sich Nonnen und Mönche die Frage nach dem Sinngehalt ihrer monastischen Berufung. Br. Thomas Quartier, Mönch der Abtei St. Willibrord in Doetinchem in den Niederlanden, tut das in seinem Buch „Das Kloster im Leben. Monastische Spiritualität als Provokation“ in einer so noch nicht da gewesenen Weise. Als Professor an der Universität Leuven ist er in seinen Vorlesungen konfrontiert mit der Lebenswelt Jugendlichen und junger Menschen, die in Kontrast zu seinem eigenen Lebensentwurf zu stehen scheint. Als Akademiker entwickelt er Fragen, die es vor dem Hintergrund beider Lebensentwürfe zu reflektieren gilt. Dass dabei seine eigene Biografie eine große Rolle spielt, macht sein Fragen authentisch.

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Diese Predigt wurde gehalten am 21. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C am 21. August 2016
Morgen früh gegen 1:00 Uhr unserer Zeit beginnt die Abschlussfeier der 31. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit in Rio de Janeiro. Es waren Spiele, die ich mit gemischten Gefühlen wahrgenommen habe. Zu den Verlieren der Spiele gehören nicht nur eine große Zahl von Sportlern. Der für das Lateinamerika Hilfswerk Adveniat  zuständige Bischof Overbeck hat in der vergangenen Woche sein Bedauern ausgedrückt: „Ganz konkret zum Beispiel diejenigen, die wegen der neuen teuren Sportstätten ihre angestammten Häuser und Wohngegenden verlassen mussten.“

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Das Evangelium des heutigen Sonntags bringt uns das Bild des guten Hirten vor Augen. „Meine Schafe hören auf meine Stimme,“ sagt Jesus zu Beginn des Evangeliums. Wenn wir die Kirche mit dem Bild der Schafherde vergleichen ist der Weg nicht weit zur Frage, wo denn in der Herde die „schwarzen Schafe“ sind.

Das schwarze Schaf bezeichnet ein Gruppenmitglied, das irgendwie stört, das sich was zu schulden kommen lassen hat, das anders ist. Die Redewendung geht auf die Wertmaßstäbe der Schafzucht zurück, wonach die Wolle weißer Schafe als wertvoller anzusehen ist, da sie sich einfacher färben lässt. Die Wolle eines einzigen schwarzen Schafes dagegen senkte die Wollqualität der ganzen Herde, weshalb solche Tiere schon in der Zucht, wenn möglich, aussortiert wurden.  weiterlesen

Dieses Predigt habe ich im Vorfeld der Diakonenweihe eines Mitbruders am 15.November 2015 in St. Michael, Dormagen gehalten.

Als ich 2013 zum Diakon geweiht wurde, fragte Prof. Riße, der Leiter des Kölner Diakoneninstituts, meinen Sohn Samuel, ob das denn gut sei, dass der Papa jetzt Diakon ist. Ja. Und warum? Weil er jetzt den Schlüssel zur Kirche hat. Samuel meinte das ganz pragmatisch. Mit dem Kirchenschlüssel können wir mal eben so auf den Kirchturm klettern. Wir können den kurzen Weg von den Parkplätzen zur Musikschule nehmen.

Der Diakon hat den Schlüssel zur Kirche, liebe Schwestern und Brüder – darüber möchte ich mit Ihnen und Euch und vor allem mit Dir, lieber Ronald, heute morgen nachdenken. weiterlesen